Macleods klinische Diagnose

Kategorien: Clinical Skills und Sonstige.

Titel: Macleods klinische Diagnose (1. Auflage)
Autor: Japp, Alan G. (Autor); Robertson, Colin (Beiträge)
Verlag: Elsevier
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Preis: 35 EUR
Seitenzahl: 432
ISBN: 9783437422034
Bewertung:

Inhalt

Das Lehrbuch „Macleods klinische Diagnose – Leitsymptome – Flowcharts – Diagnosen“ bietet einen 432 Seiten starken Leitfaden für die klinische Praxis, der sich symptomorientiert um die gängigsten Krankheitbilder dreht und der die klinische Diagnosefindung in den Mittelpunkt rückt.

Neben 31 Symptomkapiteln mit jeweils zahlreichen Unterkapiteln, die sich jeweils vom Symptom über die Diagnosefindung hin zur Therapie erstrecken, gibt es auch noch 3 Basiskapitel, die sich nochmal ausführlich mit Diagnostik ansich, einer Praxisanleitung zur Patientenuntersuchung und mit der Diagnosefindung im Allgemeinen beschäftigen.

Eine ausführliche mehrseitige Tabelle mit Laborwerten rundet das Paket ab, allerdings bietet diese leider keine geschlechtes- bzw. altersadaptierten Werte.

Didaktik

Macleods klinische Diagnose“ ist ein symptomorientiertes Lehrbuch, dass sich nicht anhand von Krankheiten, sondern anhand von Symptomen aufbaut. So wird in dem jeweiligen Kapitel zunächst das Symptom ansich (bspw. „Bauchschmerz“) zunächst ausführlich erklärt (verschiedene Quadranten, Schmerzcharakter, etc.) und eine Liste an möglichen Differentialdiagnosen aufgelistet. Anschließend beschäftigt sich das Kapitel mit den zentralen Fragen, die beim jeweiligen Symptom zentral im Mittelpunkt stehen (Notfall? Ileus? Entzündung?) und gibt einen Handlungsalgorhythmus vor, an dem man sich in der Klinik entlanghangeln kann.

Dabei werden teilweise sehr ausführlich die biochemischen, physiologischen und anatomischen Prozess besprochen, da das Buch sich später in der Diagnostikfindung sehr auf die konkreten Ursachen bezieht und diese abermals aufgreift. Anschließend werden die wichtigstens Differentialdiagnosen zum Symptom noch einmal kurz erklärt und dringliche Notfallmaßnahmen bzw. nötige Diagnostik aufgezeigt.

Hier gibt es in der Regel auch fast immer ein Flowchart, dass einem grade im klinischen Alltag helfen kann, wenn man in der Notaufnahme mal nicht weiter weiß. Diagnostische Bildgebung und EKGs sowie Tabellen werden ebenfalls verwendet und sind gut aufgearbeitet.

Die Symptomkapitel enden in der Regel immer mit einer Diagnose. Weitere Therapieempfehlungen werden höchstens angedeutet und nicht weiter ausführlich besprochen. Ganz klar widmet sich dieses Buch der Diagnosefindung, nicht der Therapie von Krankheitsbildern.

Preis/Leistung und Fazit

Für den klinischen Alltag ist das Buch grade am Anfang super, weil man schnell und übersichtlich durch die Diagnostik gängiger Symptomgruppen geleitet wird und diese grade zu Beginn der Stationsarbeit nicht immer schon zu 100% sitzen. Ebenfalls kann man sich mit Macleods klinische Diagnose auch zumindest grob in Fächern orientieren, die eher stiefmütterlich behandelt wurden (z.B. Augenheilkunde, Derma, etc.)