Mord im Rückfall – 45 Fallgeschichten über das Töten

Kategorien: Sonstige.

Titel: Mord im Rückfall – 45 Fallgeschichten über das Töten (1. Auflage)
Autor: Hans-Ludwig Kröber
Verlag: Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft
Link zur Verlagswebsite
Preis: 19,95 EUR
Seitenzahl: 247
ISBN: 9783954664290
Bewertung:

Inhalt

Es sind manchmal die morbiden Themen, mit denen man sich gerne befasst: So oder so ähnlich ist wohl die Popularität von populärwissenschaftlichen rechtsmedizinischen Büchern wie der Buchreihe von Professor Michael Tsokos zu erklären.

Mit einem etwas anderen Blickpunkt veröffentlichte in diesem Jahr auch der langjährige Direktor des Instituts für Forensische Psychiatrie der Berliner Charité, Professor Hans-Ludwig Kröber, das Buch „Mord im Rückfall“ – ihm geht es weniger um die Opfer und die Auswirkung der Tat auf deren Körper, sondern um die Motivation derjeniger, die zum Mörder werden – und das mehrfach, auch nach einer erstmaligen Freiheitsstrafe, was laut Statistik ca. 3 % aller Täter sein sollen.

Die insgesamt 45 Fallgeschichten der ausschließlich männlichen Täter sind dabei in die Motivgruppen Raubmord, Vergewaltigung und Tötung, Beziehungsstörung zu Frauen, Tötung des homosexuellen Partners, sadistisch motivierte Taten, reine Gewalt und Gewöhnung ans Töten und schizophrene Mehrfachtöter unterteilt.

Einer jeder Motivgruppe gehen dabei kurze Abhandlungen zu den jeweiligen Hintergründen und Charakterzügen der Täter einher. Abgerundet wird das Buch durch eine kurze Zusammenfassung („He did it again“) sowie den Epilog „Töten ist menschlich“.

Didaktik

Da es sich bei „Mord im Rückfall“ um ein populärwissenschaftliches Buch handelt, ist von einer Didaktik an sich keine Rede. Wie erwähnt wird aber jede Motivgruppe kurz eingeleitet, wie auch das Buch an sich kurz mit statistischen Zahlen zu Tätern und Mehrfachtätern eingeführt wird.

Preis/Leistung und Fazit

„Mord im Rückfall“ bietet kurzweilige Fallgeschichten, in denen Persönlichkeitszüge von Mehrfachtätern und die Umstände, unter denen diese zu (Mehrfach-)Morden führten, beleuchtet werden. Für jemanden mit Interesse an forensischer Psychiatrie ist dies definitiv ein guter Zeitvertreib, aber auch jedem anderen mit Interesse an diesem Thema sei das Buch ans Herz gelegt – man sollte nur nicht zu viel theoretisch-medizinische Grundlagen und Hintergründe erwarten.