7. Semester

Willkommen im Chirurgie-Semester! In diesem Semester wird die komplette Allgemeine Chirurgie abgehandelt und nebenbei in dem jetzt super funktionierenden Skills Lab gezeigt, wie man sich wäscht und steril anzieht, wie man näht, knotet und Stomata versorgt. Man erhält sogar erste Einblicke in die Laparoskopie.


Gastroenterologie

Innere Medizin II

Diese Vorlesung wird von der Inneren Klinik B gehalten, immer montags bis donnerstags um 8 Uhr c.t. im  L30. Insgesamt bietet die Vorlesung  einen guten Überblick über die Themenkomplexe in der Klausur und ist bei entsprechender Vor- und Nachbereitung mit Herold o.Ä. als Klausurvorbereitung geeignet. Hier gibt es zusätzlich noch Seminare, die jedoch wie eine Vorlesung mit lockerer Diskussion gehalten werden.

Ein  absolutes Highlight des 7. Semesters ist natürlich der Sonographie-Kurs, in dem in Kleingruppen von drei oder vier Studierenden die Grundlagen der Ultraschalluntersuchung in lockerer Atmosphäre von studentischen Tutoren näher gebracht werden. Hier gibt es eine kleine Abschlussprüfung, aber auch die ist ganz entspannt anzugehen.

Chirurgie I

Die Vorlesung der Chirurgie (immer morgens von 9.15 Uhr bis 10 Uhr) hat einen großen Nachteil: Der absolut unbequeme Hörsaal, in dem sie stattfindet. Ansonsten erwarten Dich mehr oder weniger gut gelaunte Chirurgen, die eigentlich eine durchgängig gute Vorlesung halten.  Durch Live-Schaltungen in den OP gibt es auch immer mal wieder etwas zur bildlichen Untermauerung der ganzen Theorie, so dass der Besuch der Vorlesung durchaus anzuraten ist. Neben dem großen Block Gastroenterologie werden in einigen Vorlesungen endokrinologische Themen behandelt, die auch in der Klausur abgefragt werden.

Außerdem darfst du dich interaktiv betätigen: Mit dem Inmedea–Simulator wirst du virtuelle Patientenfälle behandeln. Du hast zu jedem Fall zwei Seminare, wobei Du im ersten gemeinsam mit deiner Klinikgruppe den Patienten aufnimmst (am Smartboard in den Seminarräumen), das diagnostische Vorgehen planst und Dich gemeinsam mit Deiner Klinikgruppe auf eine Diagnose festlegst. Zu Hause beschäftigt ihr euch dann mit dem weiteren therapeutischen Vorgehen und tragt eure Ergebnisse im zweiten Teil zusammen.

Die Abschlussklausur ist schwieriger als es die TED-Fragen vermuten lassen, aber machbar.

Nachdem Du die Klausur hinter dir hast, darfst du in den Ferien noch zwei Wochen lang im Blockpraktikum Haken halten und den restlichen Alltag einer chirurgischen Station am Uniklinikum kennenlernen.


Nephrologie

Innere Medizin II

Die Vorlesung der Nephrologie wird durch die Innere Klinik D gehalten. In der ersten Vorlesung wird hier ein Skript ausgeteilt, das zur Klausurvorbereitung ausreicht. Wenn in den Vorlesungen aber bestimmte   Schwerpunkte genannt werden, kann  es sich lohnen, diese auch noch gründlicher aufzuarbeiten.


Endokrinologie

Innere Medizin II

Die Endokrinologievorlesung wird von Frau Prof. Hengst gehalten. Die Vorlesungsfolien werden ins Netz gestellt, Infos dazu gibt’s in der Vorle- sung. Mit etwas Nachlektüre im Herold sind die Klausurfragen gut zu beantworten. Auch hier gibt es ein Seminar, das ähnlich wie die Seminare der Gastroenterologie abläuft.

Klinische Pharmakologie

Insgesamt ist die Anzahl pharmakologischer Veranstaltungen in diesem Semester überschaubar: In den vorlesungsartigen Seminaren geht es um Gastrointestinaltrakt, Hypertonie und Schilddrüsenerkrankungen, in der – nicht mehr präsenzpflichtigen – Arzneimitteltherapeutischen Konferenz einmal um AIDS und einmal um Diabetes mellitus. Letzten Endes sind die unterschiedlichen Bezeichnungen nicht ganz nachvollziehbar, weil es sich im Endeffekt bei allen um Vorlesungen handelt.

Klinisch- Pathologische Konferenz

Vielleicht die unterhaltsamste Patho-Vorlesung im ganzen Studium.

Klinische Chemie

The same procedure as every…?  Ja genau, wie in jedem Semester: Das Vorlesungswissen in Form seiner Folien findest du im gut bekannten Reader, angenehm ergänzt durch die Seminare, in denen wie immer Farbausdrucke in unschlagbarer Qualität und ausreichender Anzahl zur Verfügung gestellt werden. Prüfungshinweise allgemeiner Art gibt es kurz vor der Klausur.


Epidemiologie und Biometrie

In der ersten Semesterwoche findet morgens von 10.15  Uhr bis 12 Uhr eine Vorlesung der Epidemiologie statt. Die Vorlesungsfolien werden online zur Verfügung gestellt, das erspart lästiges Mitschreiben und ist für die Klausurvorbereitung wichtig. Dann folgen im Semesterverlauf eine Woche mit Seminaren der Biometrie und eine mit Seminaren der Epidemiologie.  In der Biometrie werdet ihr mit dem Statistik-Programm SPSS arbeiten, dessen Beherrschung auch für die Doktorarbeit ganz praktisch werden könnte. Hierfür noch der Tipp, sich in den Praktika die Anleitungen für die einzelnen Tage mitzunehmen, da man dann später, wenn man tatsächlich mal so ein statistisches Verfahren anwenden soll, das Ganze einfach nachbauen und sicher sein kann, es richtig gemacht zu haben.

In der Klausurvorbereitung sollte man sich nicht in komplizierte Formeln verrennen und wie immer den Fokus auf das legen, was in den Seminaren und Vorlesungen als Schwerpunkt präsentiert wurde.


Immunologie, Transfu- sionsmedizin, Trans- plantationsmedizin

Transfusionsmedizin

Die Transfusionsmediziner halten zwei mal zwei Seminare zum Thema Blut, Gabe von Blutprodukten und allem was dazu gehört. Wer in Biochemie aufgepasst hat und weiß, welche Blutgruppenantigene mit welchen gut können und welche nicht so gut, ist für die Klausur schon   recht gut vorbereitet.

Transplantationsmedizin

Den Transplantationsblock hat man am Ende des Semesters und er stellt eine wirklich abwechslungsreiche Woche dar. Zum einen gibt es Vorlesungen zu einzelnen Organen und deren Transplantation (Herz/Lunge, Leber etc.), teilweise sogar mit Live-Mitschnitten aus dem OP. Dazu gibt es immer die passenden Pathologie-, Innere- und Chirurgievorlesungen und eine ergänzende Ethik- und eine Psychologie-Vorlesung.

Die Pflichtkurse sind zum einen Seminare im Studienhospital, bei denen man Hirntod-Diagnostik, Überbringen einer Todesnachricht und Vorbereitungsgespräche zur Organtransplantation üben kann, zum anderen gibt es einen POL-Kurs, bei dem man einen Patientenfall in zwei Seminaren durcharbeitet.

Der Höhepunkt dieser Woche sind allerdings die Patientengespräche. Hierfür stellen sich transplantierte Personen zur Verfügung, von denen man vier jeweils für 30 Minuten gemeinsam mit seiner Klinikgruppe interviewen darf.


Anästhesie

Die Anästhesievorlesungen und die praktischen Übungen finden am Ende des Semesters als Blockwoche statt. Hier dreht sich alles um Anästhetika, Intubationen und Schmerzbehandlungen. Dank motivierter Ärzte und meist guter Vorlesungen eine echte Bereicherung kurz vor der Klausur. Im Megacodes-Training erwarten dich geladene Defis und eine Reihe von Plastikköpfen, an denen du deine praktischen Fertigkeiten mit dem Laryngoskop unter Beweis stellen kannst. Vorsicht ist hier bei der Klausurvorbereitung geboten, zwar stehen alle Vorlesungen im Netz, jedoch ist ein bisschen zusätzliche Hintergrundlektüre anzuraten.