Vorklinik

Weiter unten findet ihr alles über die Semester 2-4 und unser Vorklinikreferat.

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Zweites Semester

Im zweiten Semester erwartet euch hauptsächlich der Präparierkurs der Anatomie und Biochemie I. 

Präparierkurs (Anatomie II)

Anatomie  gehört  zu den umfangreichsten Bereichen der Vorklinik und gliedert sich in die makroskopische Anatomie (Präparier-Kurs), welche bis auf Neuroanatomie komplett im 2. Semester abgehandelt wird, und die mikroskopische Anatomie (Histologie-Kurs), die in das 3. Semester gelegt wurde.

Der sogenannte „Präp-Kurs“ ist der mit Abstand arbeitsaufwendigste Kurs der ersten beiden Studienjahre, da man in Windeseile über den ganzen Körper Bescheid wissen muss.

 Der Kurs gliedert sich thematisch in mehrere Abschnitte. Im zweiten Semester werden die Bereiche passiver Bewegungsapparat, aktiver Bewegungsapparat, Bauch/Situs und das Gebiet Kopf/Hals behandelt.

Alles Wichtige über den Präparier-Kurs werden euch in der Einführungsveranstaltung am ersten Tag des Kurses erklärt, u.a. die Anwesenheitspflichten und Prüfungen.

Der Präp-Kurs bedeutet natürlich ganz viel Lernen, aber man sollte sich auch klar machen, dass nicht mehr alle Medizinstudierende in Deutschland selber präppen dürfen und es eine wirklich spannende, lehrreiche Erfahrung ist. Und als kleiner Tipp: Der Prometheus ist kein Unbuch und eignet sich durchaus zum Aneignen eines grundlegenden Anatomieverständnisses. 

Biochemie I

Die Biochemie-Ausbildung erstreckt sich über das 2. und 3. Semester und besteht aus Vorlesungen, Seminaren und Praktika. Themenschwerpunkte sind im ersten Teil die klassischen Stoffwechselwege von Zucker, Lipiden und Proteinen, aber auch die Energiegewinnung, Enzyme und Blut werden behandelt. Im zweiten Teil (3. Semester) stehen dann die zellulären Prozesse wie Replikation, Transkription, Translation, sowie die Kommunikation zwischen Zellen im Zentrum des Geschehens.

Im Praktikum stehen klinisch relevante Techniken der Labormedizin wie zum Beispiel Herzinfarktdiagonstik und Blutzuckermessungen im Vordergrund. Zusätzlich gibt es jeweils am Nachmittag vor dem Praktikum ein dreistündiges Seminar, bei dem die Anwesenheit (wie auch beim Praktikum) Pflicht ist. Hier  lohnt es sich vorbereitet zu erscheinen, da man, wenn man den Stoff hier richtig wiederholt, schon mal ein gutes Grundwissen für die Abschlussklausur aufbaut.

Am Ende des Semesters gilt es eine Multiple-Choice Klausur zu bestehen. Diese gilt als relativ schwierig, so das es sich letztlich auszahlt trotz der vielen Anatomie mit Biochemie nicht erst die letzten 2 Wochen davor anzufangen…

Medizinische Soziologie

Die  Vorlesung  „Medizinische  Psychologie“ findet als Block zu Beginn des Semesters statt und dient der Vermittlung von theoretischen Grundlagen für den Kurs der Medizinischen Psychologie.

Im Gegensatz zur Vorlesung ist der Kurs eine Pflichtveranstaltung – einen Fehltermin gibt es aber. Neben Referaten,  die ihr selbst halten müsst, sind Gespräche mit echten Patienten Teil des Praktikums.

Es gibt keine Abschlussklausur.

Drittes Semester

Im dritten Semester beschäftigt ihr euch hauptsächlich mit Histologie und Biochemie. Weiteres in den aufklappbaren Reitern.

Physiologie

Physiologie wird im 3. und 4. Semester behandelt und gliedert sich, wie Biochemie, in eine Vorlesung, ein Praktikum und ein Seminar. Zugangsvoraussetzung sind der Physik- und Chemie-Schein, also die erfolgreiche Teilnahme am jeweiligen Praktikum und der Klausur.

Im Sommersemester ist das Thema der Vorlesung die Neurophysiologie und im Wintersemester die vegetative Physiologie. Das Praktikum wird von der Vorlesung inhaltlich begleitet. Zusätzlich gibt es ein Seminar, in dem jeder Teilnehmer pro Semester ein Referat über das Grundwissen oder einen klinischen Bezug hält. Pro Semester hast du zwei Testate, bei denen du mit drei weiteren Kommiliton*innen zusammen geprüft wirst.

Biochemie II

Im dritten Semester wird das Fach Biochemie, ähnlich wie im zweiten Semester, mit Vorlesung, Seminar und Praktikum fortgeführt. Die Themenschwerpunkte liegen auf zellulären Prozessen wie Replikation, Transkription, Translation, sowie der Kommunikation zwischen Zellen, Immunologie und Hormonen.

Anatomie III

Das Fach Anatomie ist im 3. Semester in zwei Blöcke aufgeteilt. Als letzter Abschnitt der makroskopischen Anatomie wird die Neuroanatomie in den ersten Wochen des dritten Semesters im ZNS-Kurs gelehrt. Hier lernst du vor allem die Aufgaben und funktionellen Beziehungen der Gehirnstrukturen kennen. Als Lernhilfe für das geballte Wissen, welches in kurzer Zeit vermittelt wird, stehen auch hier wieder die Präparate der Körperspender zur Verfügung. Diese helfen besonders dabei das Gehirn im dreidimensionalen Raum zu betrachten.

Schwerpunkt der Anatomie liegt im 3. Semester auf dem darauf folgenden Histologiekurs (Kursus der mikroskopischen Anatomie). An zwei Vormittagen in der Woche wirst du mikroskopisch durch den menschlichen Körper –  durch alle unterchiedlichen Gewebe und Organe – geführt. Dies wird durch Präparate veranschaulicht, die dir durch das Programm der „virtuellen Mikroskopie“ am Computer zur Verfügung gestellt werden. Ergänzt wird das Ganze durch lichtmikroskopische Präparate. Dabei werden auch Zusammenhänge zur Physiologie und Biochemie deutlich. Den Abschluss bildet hier eine Klausur.

Anatomie & Bildgebung

Nach allen Klausuren und Testaten wartet am Ende des 3. Semesters noch der viertägige Bildgebungskurs auf dich. Engagierte SHKs vermitteln dir an verschiedenen Stationen erste Grundlagen für das Analysieren von Röntgen-, CT- und MRT-Bildern. Außerdem lernst du die grundlegenden Techniken der Sonographie  kennen. Zusätzlich wird „Anatomie am Lebenden“ gelehrt. In diesem Teil übst du an deinen Kommiliton*innen praktische Fähigkeiten wie Palpation und Auskultation. Der Kurs dient vor allem der Verknüpfung von Anatomie und bildgebenden Verfahren, aber auch der Verknüpfung von klinischen Inhalten mit bereits erlerntem anatomischen Wissen. Den Abschluss dieses Kurses bildet eine Klausur, die dann direkt zu Beginn des 4. Semesters geschrieben wird.

Viertes Semester

Im vierten Semester findet die Vorklinik ihren Abschluss. Hier führst du dein Wissen aus verschiedensten Fächern zusammen und bereitest dich auf das Physikum vor.

Integrierte Seminare

Das Integrierte Seminar dient der Verknüpfung von Biochemie und Physiologie mit der Klinik anhand wichtiger Krankheitsbilder.

Eine gründliche Vorbereitung in allen Fächern empfiehlt sich und  wird i.d.R. erwartet. Am Ende des Semesters wird eine Multiple-Choice- Abschlussklausur geschrieben, deren Fokus allerdings eher auf den fachlichen Grundlagen der einzelnen Fächer als auf den Details der einzelnen Krankheitsbilder liegt.

Klinische Seminare

Im Rahmen des Curriculums sind Studierende des vorklinischen Ab- schnitts angehalten in den Krankenhausalltag „reinzuschnuppern“. Ihr werdet in euren einzelnen Kursgruppen an zwei Tagen in diverse Lehrkrankenhäuser (von Nordhorn über Bielefeld bis Lippstadt ist alles dabei!) geschickt.

Damit das ganze weniger dröge abläuft, decken die einzelnen Hospitationen bestimmte Themen ab, die bereits in den Integrierten Seminaren abgehandelt wurden. Ihr bekommt Einblick in die Anamnese, Diagnostik und Therapie von Pathologien wie „Leberzirrhose“, „Niereninsuffizienz“, „Alzheimer-Demenz“ oder „Gastroduodenale Ulkuserkrankung“.  Außerdem führt in zwei Patientengespräche, von denen ihr eins schriftlich dokumentieren müsst.

Physiologie

Physiologie wird im 4. Semester fortgesetzt. Es besteht aus Vorlesung, Seminar und Praktikum.

Im Sommersemester ist das Thema der Vorlesung die Neurophysiologie und im Wintersemester die vegetative Physiologie. Das Praktikum wird von der Vorlesung inhaltlich begleitet. Zusätzlich gibt es ein Seminar, in dem jeder Teilnehmer pro Semester ein Referat über das Grundwissen oder einen klinischen Bezug hält. Pro Semester hast du zwei Testate, bei denen du mit drei weiteren Kommiliton*innen zusammen geprüft wirst.